MeshCon Fashion und Technologie für die lokale Produktion in Deutschland

Internationale Modemacher und Digital-Kreative treffen sich zur „MeshCon’14“ vom 10.– 15. Oktober 2014 in Berlin [PressemitteilungMeshCon27092014]

Die MeshCon Fashion and Technology Week findet im Oktober zum ersten Mal in Berlin statt. Sie bringt IT-Gründer, Software-Entwickler, Schneider, Strickenthusiasten, Textil-Maker und Vertreter der Textil- und Modeindustrie zusammen. Ziel der MeshCon ist es gemeinsam an Lösungen zur Zukunft einer fairen und umweltfreundlichen Textilproduktion auf Basis von Software-Applikaktionen, automatisierten Textil-Maschinen, 3D-Druckern und mathematischen Algorithmen zu arbeiten. Die Umsetzung vieler Ideen ist bereits so einfach sein, dass jeder damit umgehen kann.

“Die Digitalisierung des Modedesigns und der Textilherstellung eröffnet neue Chancen für die lokale Produktion von Kleidung in Deutschland.” sagt Mario Behling, Veranstalter der MeshCon. Durch Design, Schnittgestaltung und automatischer Größenanpassung per Body-App wird maßgeschneiderte Kleidung unverhofft für jedermann erschwinglich. Dies ist keine ferne Zukunft. Die Entwicklung hat bereits begonnen und wird den Bekleidungsmarkt umkrempeln, wie dies vor einigen Jahren noch unvorstellbar war.

Themen der Eventreihe sind unter anderem, digitale Strickmaschinen als faire und umweltschonende Konkurrenz zu Billiganbietern wie Primark und Kik, professionelle Open-Source-Schnittmustersoftware für Startups und Heimanwender, Wearables in der Kleidung und Erfahrungsberichte von der Studiomanagerin von Stardesigner Stefano Pilati auf ihrem Weg zum digitalen Design-Studio.

Interesse kommt auch von Herstellern von Bekleidungsmaschinen, wie z.B. der japanischen Brother-Corporation, die Manager und Ingenieure zur MeshCon nach Berlin schickt. Brother hatte dabei Ende der Neunziger Jahre viele Produktionskapazitäten und Bereiche eingestampft. Jetzt ist der Hersteller, der momentan vor allem als Druckerhersteller bekannt ist, auf der MeshCon, um zu erfahren wie die digitale Aufwertung ihrer Maschinen durch den Einbau von Open Source-Minicomputern mit Arduino-Chips vonstatten geht.

“Die Maschinen aus den 80iger und 90iger Jahren erfahren ein Upgrade. Das ist so, als ob man einen alten Windows-Rechner zu einem modernen Android-Smartphone aufmöbelt”, sagt André Rebentisch, einer der Veranstalter. “Der nächste Schritt ist jetzt unsere Erfahrungen bei der Produktion neuer Maschinen umzusetzen und in den Verkauf zu gehen.”

Interessant wird, inwieweit sich traditionelle Maschinenhersteller, wie es sie auch in Deutschland mit der Firma Stoll gibt dem Trend anpassen oder wo neue Startups das Rennen machen und Maschinen für die digitale Makerszene und junge Labels aus Berlin und der Welt bereit stellen.

Journalistinnen und Journalisten sind herzlich eingeladen. Formular zur Akkreditierung: http://tinyurl.com/mcpress

Orte:

10./11. Okt. 2014 – Technische Universität Berlin, Marchstr. 23, 10587 Berlin

13./14. Okt. 2014 – Wikimedia e.V. Berlin, Tempelhofer Ufer 23, 10963 Berlin sowie Textil-Spaces in Berlin

Programm und Registrierung: www.meshcon.net